Seine Eltern waren zwar keine Tennis-Superstars, sondern betrieben in der serbischen Stadt Kopaonik eine Pizzeria, trotzdem kommt Novak Djokovic in gewisser Hinsicht ganz nach ihnen: Er betreibt ebenfalls ein Restaurant, und dass es ein veganes ist, ist ein Statement. Denn der Champion ist äußerst ernährungsbewusst und die Tenniswelt vermutet seit langem, dass das neben eiserner Disziplin und viel Training viel mit seinem phänomenalen Erfolg zu tun hat.

Veganer, der manchmal Fisch isst

Djokovic bezeichnet sich selbst als „Veganer, der manchmal Fisch isst“, doch das ist nur ein Teil seines umfangreichen Ernährungs-Regelwerkes. Dazu kommt zunächst das intermittierende Fasten. Djokovic isst nur acht Stunden am Tag, 16 Stunden (inklusive Nachtruhe) fastet er und trinkt nur Wasser. Das begünstige seine Verdauung und verbessere seine Schlafqualität, betonte er einmal in einem Instagram-Interview.

Der Mythos vom Fleisch als wahrem Powerfood ist widerlegt

Kohlenhydrate isst der Superstar kaum. Zucker lässt er ganz weg, mit Ausnahme jenes Zuckers, der im Manuka-Honig enthalten ist. Diesen Honig, der als besonders gesund gilt, lässt er sich extra aus Neuseeland einfliegen. Djokovics minimaler Körperfettanteil kommt vor allem von Bohnen, Nüssen, Samen, Kichererbsen, Linsen, gesunden Ölen und Shakes mit Erbsenprotein. Zum Frühstück isst er Müsli mit Reis- oder Mandelmilch oder Kokosnusswasser, ergänzt mit Mandeln, Walnüssen, Erdnüssen, Sonnenblumenkernen oder Kürbiskernen. Dazu Früchte wie Bananen und Beeren und einen kleinen Löffel Kokosöl.

Djokovic, 1,88 Meter groß und nur etwa 80 Kilogramm schwer, nennt seine Ernährung selbst nicht „vegan“, sondern „pflanzenbasiert“ und glaubt, dass er deshalb so schnell regeneriert. Viele vegane Sportler sehen das ähnlich, auch wenn es keine wissenschaftliche Evidenz dafür gibt. Fest steht, dass vegane Ernährung aufgrund der vielen darin enthaltenen Antioxidantien Entzündungen reduziert, die mit hartem Training einhergehen können, und dass Djokovic den Mythos vom Fleisch als wahrem Powerfood gründlich widerlegt hat.

Glutenfreie Siegernahrung

Manchmal, verriet er in dem Instagram-Interview, gönne er sich ein zweites Frühstück, bestehend aus Toast, Thunfisch und Avocado. Der Toast ist dann glutenfrei, womit wir beim dritten wichtigen Punkt von Djokovics Ernährungsplan sind. Glutenfrei ernährt er sich zwar nicht ganz freiwillig, nachdem er zu Beginn seiner Karriere unter Atemproblemen, Übelkeit und Schmerzen in der Brust litt und ein Arzt seine Glutenunverträglichkeit feststellte. Dennoch schwört er inzwischen darauf, wie er in seinem Buch Siegernahrung – Glutenfreie Ernährung für Höchstleistung verrät.

Schräger Tee mit starker Wirkung

In der Tennisszene machen immer wieder Geschichten über Djokovics Ernährungsgewohnheiten die Runde. Etwa die über seine Liebe zu Lakritztee. Das mag schräg klingen, dabei kann dieser Tee durchaus empfehlenswert sein. Lakritz basiert auf dem Extrakt der Süßholzwurzel, stärkt die Abwehrkräfte gegen Viren und wirkt heilend bei Entzündungen, Atemwegsinfekten und Geschwüren.