Wir wissen es ja: Wir essen zu viel Salz. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt höchstens einen Teelöffel pro Tag, was 5 Gramm entspricht. Der Durchschnittsverbrauch in Deutschland und Österreich liegt bei knapp dem Doppelten davon, wobei Männer noch mehr Salz essen als Frauen. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Sollen wir wirklich auch noch auf diese Würze des Lebens verzichten?

Tipp aus der Makrobiotik

Es gibt einen Trick, mit dem du dir diese Würze erhältst und dennoch weniger Salz brauchst, und nein, er besteht nicht in komplizierten Gewürzmischungen, die dein Essen angeblich aufpeppen und dann doch nie an Salz herankommen. Dieser Trick ist eigentlich uralt, in Mitteleuropa aber dennoch recht unbekannt, außer bei Makrobioten, bei denen er fester Bestandteil ihrer Ernährungstradition ist. Es geht um Sesam, mit dem du Salz strecken und so deine Speisen dennoch genauso schmackhaft oder sogar noch schmackhafter machen kannst.

Aromatische und gesunde Mischung

Hast du schon vom asiatischen Gomasio gehört? Es ist als Mischung aus Salz und gerösteten Sesamsamen eine ideale Alternative zu reinem Salz und bringt ein interessantes zusätzliches Aroma in deinen Ernährungsalltag, samt einigen gesundheitlichen Vorteilen: Sesam enthält neben gesunden Fetten und verdauungsfördernden Ballaststoffen viele Vitamine und Mineralstoffe. Für Vegetarier und Veganer sind Sesamsamen besonders interessant, weil sie viel Eisen und Calcium enthalten. Darüber hinaus versorgt Sesam unseren Körper mit verschiedenen Aminosäuren, den Vitaminen B1, B2 und B6, Vitamin E und Magnesium, Phosphor und Kalium.

Verschiedene Mischungsverhältnisse

Du kannst Gomasio in Bioläden und -Märkten kaufen oder selbst machen, wozu du einen Mörser oder eine Getreidemühle brauchst. Es gibt dafür spezielle Mörser, wir haben einen ganz normalen verwendet und es hat super funktioniert. Bei gekauftem Gomasio liegt das Verhältnis zwischen Sesamsamen und Salz bei 95 zu 5 Prozent, wenn du es selbst machst, kannst du dieses Verhältnis nach Belieben steuern und zum Beispiel fünf Teile Sesam und einen Teil Salz verwenden.

So machst du dein Sesamsalz selbst

Wir haben festgestellt: Es ist wirklich einfach.

  • Zunächst lässt du die Samen ein bis zwei Minuten in Wasser quellen und danach in einem feinmaschigen Sieb abtropfen.
  • Verteile danach die Samen in einer Pfanne oder einem Wok und röste sie bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren goldbraun.
  • Spiele dabei keine Musik und sorge überhaupt für Stille in der Küche, damit du das Knistern hörst, wenn die Samen aufzuspringen beginnen. Dann sind sie fertig geröstet.
  • Nun zerstampfe sie in einem Mörser, bis das Öl auszutreten beginnt, was du an der dabei entstehenden Feuchtigkeit erkennst, oder mahle sie in deiner Getreidemühle, falls du eine hast.
  • Mit dem Salz abmischen, in ein verschließbares Glas füllen, fertig.

Stelle aber nicht zu große Mengen her, weil das ausgetretene Öl ranzig werden kann. Und achte darauf, dass du wegen des verführerischen Sesam-Aromas und dem guten Gefühl des vernünftigen Salzens nicht erst recht wieder zu viel davon verwendest!